Die hier aufgelisteten
(und viele andere) Kuriositäten und Anekdoten finden Sie in den
Büchern der Reihe Mit dem Hausboot durch . . .
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Literaturseite / zum Shop |
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Seltsamer Transport: ein Mini am Floß |

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Einen seltsamen Transport konnte
man Ende Juli 2007 am Canal du Rhône au Rhin (Foto: in der Schleuse
74 La Perrière bei St.-Symphorien) und anschließend die
Saône hinauf beobachten: Ein Belgier nahm seinen Mini auf einem
eigens gebastelten Floß mit auf Reisen. "So kann ich jederzeit
auch weitere Ausflüge machen", erklärte er. Und das
Floß sei deshalb so schief, weil einer der Schwimmer Luft verloren
hat: "Da muss ich schauen, wie ich das repariere". Ausgang
unbekannt . . . |
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Zum Abendessen geht´s in die Kirche |
| In Holland ist manches
anders. Auch der Verwendungszweck der Kirchen. Kaum werden sie für
ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr gebraucht, führt man
sie einer neuen Nutzung zu. In einer ist ein Puppentheater untergebracht,
eine andere dient als Fahrradwerkstatt. Die vielleicht gefälligste
Verwandlung nahm eine Kirche in Woudsend (Friesische Seenplatte),
die nun als Restaurant dient. Die Küche hat übrigens in
der Sakristei Platz gefunden. |
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Treidelpfad mitten in der Felswand |
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Was tun, wenn eine hohe Felswand
senkrecht aus dem Fluss aufragt und nirgends Platz für einen
Treidelpfad ist, auf dem Pferde Lastkähne ziehen sollen? Die
Antwort ist am eindrucksvollsten am Oberen Lot (Frankreich) zu sehen:
Dort wurde der Treidelpfad auf einer Länge von etwa 500 m in
die Felswand gemeißelt . . . |
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70 Meter in einer Badewanne senkrecht bergab |

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Das imposanteste Schiffshebewerk
Europas befindet sich nahe Charleroy (unweit der französischen
Grenze) am belgischen Canal du Centre. Mit dem Boot fährt man
in eine überdimensionale Badewanne, in der man wie in einem Aufzug
70 Meter senkrecht abgeseilt wird. Beachten Sie den Größenvergleich:
Das Boot rechts unten ist 30 m lang. |
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Per Elektro-Schlepper durch den Tunnel |
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Frankreichs ältestes elektrisches Schleppschiff tut am Canal
du St.-Quentin (er verbindet, grob gesprochen, die Champagne mit
Frankreichs Norden) seinen Dienst. Und zwar im gleichnamigen Tunnel,
der eine Länge von 5,6 km aufweist. Andere Tunnel haben, im
Gegensatz zum Tunnel von St.-Quentin, eine ausreichende Belüftung.
Da diese hier fehlt, wird man wohl auch noch weiterhin 2 Stunden
lang von dem ratternden Ungetüm durch den Tunnel gezogen werden.
Das Rattern kommt von der Antriebsart: Der Strom wird (ähnlich
wie bei der Eisenbahn) von Drähten an der Decke des Tunnels
abgenommen, um damit einen Elektromotor zu betreiben. Dieser dreht
ein großes Rad. Eine armdicke Kette, die im Tunnel am Boden
liegt, ist um dieses Rad gewickelt, und dadurch zieht sich der Schlepper
der Kette entlang, die er vorne einsaugt und hinten
wieder auf den Boden gleiten lässt.
Früher, vor der Errichtung des Canal du Nord, waren hier zahllose
Transportschiffe unterwegs. Der Schlepper hat ausreichend Kraft,
um 30 von ihnen zu ziehen und somit rund 10.000 Tonnen, die
einen Zug in der Länge von 1,5 km ergaben.
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Tunnel mit Gegenverkehr
und eine ungewöhnliche Brücke |
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Frankreichs einzigen Bootstunnel, der in beiden Richtungen gleichzeitig
befahren werden kann, findet man am Marne-Saône-Kanal (neuer
Name: Canal entre Champagne et Bourgogne) bei Condes (PK 106): er
ist (bei einer Länge von 308 m) stolze 18 m breit und kann
daher ungehindert auch bei Gegenverkehr benutzt werden. Wobei sich
hier überhaupt eine nette Ansammlung an navigatorischen Besonderheiten
auf knapp 500 Metern zusammenballt: Aquädukt, Klappbrücke,
Tunnel und danach sofort eine Schleuse.
Der Kanal kann aber auch mit der wahrscheinlich ungewöhnlichsten
Drehbrücke Frankreichs aufwarten: Sie befindet sich in Jorquenay
(nördlich von Langres). Ihren Drehpunkt hat sie in der Mitte
des Kanals; der Schleusenwärter dreht die Brücke per Kurbel
um 90 Grad, bis sie parallel zum Kanal liegt. Man fährt dann
rechts oder links vorbei.
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Der älteste Kanal der Welt |
Ausgerechnet in China, einer für
uns per Hausboot nicht zugänglichen Region, befindet sich der
älteste Kanal der Welt, der noch in Betrieb ist und gleichzeitig
auch einer der längsten ist. Der Große Kanal Bejing-Hangzhou,
auch Hong-Gou-Kanal genannt. Er erstreckt sich von Bejing im Norden
Chinas Richtung Süden bis zur Stadt Hanzhou. Er wurde im 6. Jh.
VOR (!) Christus gegraben und verfügte über eine Gesamtlänge
von 1.801 km. Im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende immer tiefer
ausgegraben, entwickelte er sich zu einem wichtigen Handelsweg für
den Getreidetransport in die Hauptstadt. Der Kanal verband den Gelben
Fluss mit dem Fluss Huaihe. Der südliche Teil wird noch immer
benutzt.
Damit ist dieser chinesische Kanal bedeutend älter als der von
den Römern in den englischen Midlands gegrabene Fossdyk, der
auch heute noch die Flüsse Witham und Trent verbindet (bei Lincoln,
im östlichen Teil der Midlands). |
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Das atemberaubendste Aquädukt |
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Die englischen Midlands haben es
in sich, was Besonderheiten betrifft. Das atemberaubendste Aquädukt
beispielsweise. Es befindet sich am Llangollen Canal im gebirgigen
Wales, heißt Poncycyllte Aqueduct und führt in 37 Metern
Höhe 307 Meter über ein Tal. Was daran ungewöhnlich
ist? Die Konstruktion! Auf einer Seite ist ein schmaler Gehsteig mit
Geländer angebracht, auf der anderen Seite trennt nur eine dünne
Stahlwand den Bootsfahrer von der Tiefe. Der Trog hat eine Breite
von 2,20 Metern, und wenn man am Steuer eines Bootes steht, hat man
auf einer Seite nur den Abgrund vor Augen.
Mehr Infos über die kuriosen Midlands finden Sie
in dem Buch "Mit dem Hausboot durch England" (zur
Bücher-Seite springen). |
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Gleich 40 Tunnel in einer einzigen Region |
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Die Midlands (England) verfügen gleich über mehr als
40 Tunnels. Der längste ist der Blisworth Tunnel (2.794 m)
am Grand Union Canal, der allerdings oft geschlossen ist. Unter
den populären ist der Harecastle Tunnel am Trent & Mersey
Canal mit 2.669 m der längste. Die Durchfahrt benötigt
knapp eine Stunde.
Zum Vergleich: der Tunnel von St.-Quentin in Nord-Frankreich ist
5.670 m lang, der bei Langres am Marne-Saône-Kanal immerhin
auch 4.820 m.
Foto: Einfahrt in den Harecastle-Tunnel
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Die untergegangene Rundschleuse |
Wo der Canal de St.-Quentin (genauer
gesagt: die Schelde, französisch Escaut genannt) in den Grand
Gabarit mündet (Region Nord Pas de Calais), ein paar Kilometer
nördlich von Cambrai, dort findet man eine Idyllische Situation
mit der Bezeichnung Bassin rond. Heute sind dies ein paar
Häuser (zwei von ihnen hängen bereits merkwürdig schief
im weichen, torfigen Untergrund), eine attraktive und ruhige Situation
zum Anlegen sowie eine Gabelung von Wasserstraßen mit altem
und neuem Arm. Ursprünglich befand sich hier eine kreisrunde
Schleuse, die den Weg in drei Richtungen (Valenciennes, Dunkerque
und Cambrai) frei gab, daher auch die Bezeichnung Bassin rond.
Durch den Ausbau der Schelde (Escaut) zu einer Großschifffahrtsstraße
wurde der Wasserstand erhöht und die unnutz gewordene Schleuse
abgetragen. Früher warteten hier bis zu 300 Pénichen (Lastkähne
mit 38,5 m Länge und eine Kapazität von rund 350 t) oft
tagelang auf das Durchschleusen. Klar, dass sich im Dorf eine blühende
Wirtschaft entwickelte: Es gab hier gezählte 35 Geschäfte
und Bars. Heute ist leider nichts mehr davon übrig. Dafür
wartet auf den Bootsfahrer eine idyllische Durchfahrt samt sehenswerten
Anlegeplätzen. |
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Die Hebebrücke ohne Hub |
Die Hebebrücke mit dem geringsten
Hub befindet sich bei Schleuse 21 am Canal de Briare: ganze 20 Zentimeter
geht sie in die Höhe. Der Schleusenwärter sagt selbst, dass
dies ein Witz sei . . . aber früher ist sie für Lastkähne
manchmal sogar hochgehoben worden!
Eine wunderschöne Privatbrücke findet man hingegen
am Canal du Loing, und zwar zwischen Schleuse 32 und 33: In einer
idyllischen Fahrsituation überspannt die passerelle
den Kanal, um ein Wohnhaus mit dem Mühlhaus zu verbinden. |
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Zweigkanal nach Belfort und eine Handvoll Schleusen am Trockenen |
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13 km lang ist der heute noch existierende Rest des Zweigkanals
nach Belfort, den man vom Canal du Rhône au Rhin 5 Schleusen
hinauf klettern kann. Der Kanal hätte ursprünglich bis
Port-sur-Saône führen sollen, wurde allerdings nur bis
15 km nördlich von Belfort gebaut. Dieser nie vollendete Teilabschnitt
oberhalb von Belfort wurde jedoch wieder zugeschüttet, die
Dämme des Kanals wurden eingeebnet und man findet heute nur
noch einsam in der Landschaft herum stehende Schleusen.
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Die hier aufgelisteten (und viele andere)
Kuriositäten und Anekdoten finden Sie in den Büchern der
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